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5. - 9. Deutsche Klicker- Murmelmeisterschaften in Ludwigshafen - Friesenheim
2000, Erfurt 2001, Kirchen 2002, Friesenhagen 2003 und Klaffenbach 2004
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Ausrichter der 5. Deutschen
Meisterschaften am 26. August 2000 waren die Gliggerfreunde vom 1. MSC
SCHMIEDE 1997 E.V. aus Friesenheim.
Mehr als 8 Stunden wurde gekämpft bis die Sieger endgültig feststanden. |
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Kirchener sind Deutscher
Meister
Deutscher Meister in der Disziplin
"Deutsches Lochspiel" ist der 1. Kirchener Klickerverein. Nach
anfänglichen Schwierigkeiten wurden die Klickerer der 1. Kirchener
Mannschaft immer besser und gewannen das Endspiel überraschend klar mit
9:5 Spielen gegen die Mannschaft vom MSC Schmiede aus Friesenheim.
Im Englischen Ringspiel gewann der Verein " Saxonia Globe Snippers"
aus Chemnitz gegen die Murmeltiere aus Erfurt. Die DJK Friesenhagen wurde
Dritter. |
| Die
Siegermannschaft Annette Strehlow, Roswitha Schäfer, Heinz Kipping und
Hans-Martin Jährig mit dem Ortsbürgermeister Wolfgang Müller und
Gerhard Schmidt als Vereinsvorsitzender.

Der KKV im
Höhenflug
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Die "Herdorfer"! Nein, die "Friesenhagener Klickerfreunde" gratulieren dem
Deutschen Meister.
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Die Siegermannschaft aus Chemnitz
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Zwei glückliche Klickerkameraden
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Pressespiegel DM 2000
Es folgen Berichte zu den Deutschen
Meisterschaften aus folgenden Zeitungen:
Rhein Zeitung vom 28. August
Siegener Zeitung vom 28. August
Siegener Zeitung vom 29. August
TAZ vom 28. August
Trierischer Volksfreund vom 28. August
Mannheimer Morgen
Schwetzinger Zeitung
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6.
Deutsche
Meisterschaften am 1. September 2001 in Erfurt
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3. Platz im Deutschen Lochspiel v.l. Roswitha
Schäfer, Hans-Martin Jährig, Heinz Kipping, verdeckt Anette
Strehlow und Organisationsleiter Andreas Hildebrandt. |
Die
erste Mannschaft des Klickervereins holte sich Bronze.
Die Meistermannschaft
des Jahres 2000 im Deutschen Lochspiel konnte ihren Titel in Erfurt
nicht verteidigen. Nach hartem Kampf konnte aber immerhin noch der
3. Platz erspielt werden.
Im englischen Ringspiel war die Mannschaft des 1.KKV wiedereinmal
chancenlos. Vielleicht klappts ja im nächsten Jahr wenn am 31.
August 2002 die Deutschen Meisterschaften in Kirchen ausgetragen
werden.
Wie ernst diese Sportart bei anderen Vereinen genommen wird geht aus
dem Bericht von Matthias Opatz über Trendsportarten hervor. |
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7.
Deutsche Meisterschaften am 31. August 2002 in Kirchen |

Die siegreiche Mannschaft im englischen Ringspiel
mit Verbandsbürgermeister Wolfgang Müller
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| Ergebnisse: |
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Englisches Ringspiel
1.
MC Erzgebirge Neukirchen I
2.Saxonia Globe Snippers, Chemnitz
3. MC Erzgebirge Neukirchen II |
Deutsches
Lochspiel
1.
DJK Friesenhagen I
2. 1. Kirchener Klickerverein
3. DJK Friesenhagen II |
Erzquell-Cup
Sieger: 1.
Kirchener Klickerverein |
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8.Deutsche
Meisterschaften
2003
in Friesenhagen
Deutscher Meister
Kirchen 2
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Jürgen Schmidt, Peter Kötting, Christoph Busenbach, Günter
Köhler und Gerhard Schmidt
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9.
Deutsche Meisterschaften 21.August 2004 in Chemnitz-Klaffenbach
Deutscher Meister
Kirchen 2
Weitere
Platzierungen:
Englisches
Ringspiel:
1. "Saxonia Globe Snippers" Chemnitz
2. "MSC Erzgebirge 1" Neukirchen
3. "Marble-Rebels" Ludwigshafen-Friesenheim
Einzelmeister:
Chris Pampel, Neukirchen
Deutsches
Lochspiel:
1. "1. Kirchener Klickerverein 2"
2. "Marble-Rebels" Ludwigshafen-Friesenheim
3. "1.Kirchener klickerverein 3" |

Werner Schäfer, Bernd Kipping, Karin Jährig und Georg Fischer
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Bericht von Matthias Opatz |
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Hier
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Rhein Zeitung - Montag 28. August
2000
Jetzt sind sie auch sportlich
erfolgreich... Ein Klicker-Quartett des 1. KKV Kirchen wurde am Wochenende
erstmals Deutscher Meister. In siebeneinhalb Stunden rollten Roswitha
Schäfer, Annette Strehlow, Hans-Martin Jährig und Heinz Kipping ihre
Kugeln in Ludwigshafen im Deutschen Lochspiel ans Ziel. Damit, so stimmten
Team und Vorsitzender Gerhard Schmidt überein, überwanden sie das
"sportliche Tief`. Mit karitativen Rekordspenden hatten sie sich
bisher getröstet. Die Klicker-Kollegen der DJK Friesenhagen schafften
diesmal im Englischen Ringspiel Platz drei. Ortsbürgermeister Wolfgang
Müller gratulierte den erfolgreichen Kirchener gestern Abend. Nach
dem Meistertitel folgt vielleicht am Sonntag der Eintrag ins Guinness Buch
der Rekorde mit dem Riesenfoto beim Kreisheimattag (11:30 Uhr, oberhalb
der Jahnhalle).
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Siegener Zeitung - Montag 28. August
KKV Meister im Deutschen Lochklickern
Kirchener setzten sich im Finale gegen
Ludwigshafen durch
Ludwigshafen/Kirchen. Meister in der
Disziplin "Deutsches Lochklickern" ist seit dem vergangenen
Samstag der 1. Kirchener Klickerverein. Die Kirchener schlugen im Finale
den Ludwigshafener Verein "Schmiede", der auch gleichzeitig
Gastgeber der 5. Deutschen Meisterschaft war. Der Chemnitzer Verein "Saxonia
Globe Snippers" ist neuer Deutscher Meister im Murmelspiel. Der
Verein gewann den Titel in der Disziplin "Englisches Ringspiel"
bereits zum zweiten Mal, wie der Organisator der Meisterschaften, Rüdiger
Müller, mitteilte. Den Meistertitel in der Disziplin "Deutsches
Lochklickern" musste der Ludwigshafener Verein "Schmiede"
an den 1. Kirchener Klickerverein aus Kirchen abgeben. Beim
"Lochklickern" versuchen die Mannschaften, möglichst viele
Kugeln in ein Loch zu befördern. Der Ludwigshafener Club und Gastgeber
der Veranstaltung schied im Finale gegen den Kirchener Murmelverein aus
und wurde Vizemeister.
Bei den 5. Deutschen Murmelmeisterschaften
waren am Samstag sieben Vereinsmannschaften in Ludwigshafen Friesenheim
gegeneinander angetreten. Neben Ludwigshafen, Chemnitz und Kirchen gingen
Teams aus Erfurt, Sachsenbrunn, Bensheim (Hessen) und Friesenhagen an den
Start. Der Sieger kann an den inoffiziellen Weltmeisterschaften in England
teilnehmen, wo das Murmelspiel schon seit mehr als 30 Jahren
wettkampfmäßig betrieben wird. Die ersten deutschen Meisterschaften im
Murmelspiel wurden 1996 in Erfurt vom Verein "Köstritzer Schwarzmurmler"
ausgetragen. Der Vorsitzende des Clubs, Andreas von Rothenbarth, hatte die
Wettkämpfe im Murmelspiel nach eigenen Angaben in England entdeckt und
nach Deutschland gebracht.
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Siegener Zeitung - Dienstag 29. August
KKV überwand "sportliche
Durststrecke"
Mit Meisterschaft an alte Erfolge angeknüpft - In der
Vorrunde ein Stechen überstanden
Kirchen. Der 1. Kirchener Klickerverein
(KKV) ist Deutscher Meister im Deutschen Lochspiel. Das Klicker-Team
Annette Strehlow, Roswitha Schäfer, Heinz Kipping und Hans-Martin Jährig
klickerten den Verein am Samstag in Ludwigshafen/Friesenheim beim
ausrichtenden Verein "Murmelsportclub Schmiede Friesenheim" aufs
Siegertreppchen (siehe SZ von gestern). "Das hat uns aus dem sportlichen
Tief herausgerissen", freute sich KKV-Vereinsmitglied Werner
Schäfer. Der Verein habe den Nimbus gehabt, jahrelang unbesiegbar zu sein,
sagte Schäfer. Doch dann folgte eine ..sportliche Durststrecke", die
nun beendet ist. Dabei hatten in der Vorrunde noch große Zweifel
bestanden, ob die Kirchener überhaupt weiterkommen würden. In einem
Stechen schafften sie es und klickerten sich souverän durchs Halbfinale.
Im Finale trafen sie auf einen routinierten und starken Gegner, die
Gastgeber. Zwei Spiele wären im Endspiel eigentlich noch zu spielen
gewesen, als der KKV mit einem Stand von 9:5 als Deutscher Meister
feststand - der Gegner konnten nicht mehr aufholen. Der Jubel war
grenzenlos, berichtete Klicker-Chef Gerhard Schmidt, Natürlich wurde auch
die Vereinshymne ,Wir sind die Klicker-Jungen" gesungen. Keine
"Durststrecke" gab es in der Vergangenheit beim zweiten Faible
des Vereins - dem sozial-karitativen Engagement. Tausende hat der KKV
schon für soziale Einrichtungen gespendet - zuletzt immer fünfstellige
Beträge.
Der Deutsche Meister im Lochspiel aus dem
Jahre 1997, die DJK Friesenhagen, war in Ludwigshafen/Friesenheim beim
"Englischen Lochspiel" erfolgreich. Die sechs Spieler kamen mit
dem 3. Platz ins Wildenburger Land zurück. "Das war eine gute
Leistung", sagte Mannschaftsmitglied Bernd Schmidt. Das weitere DJK
Team: Gernot Osterheft, Wolfgang Günther, Klaus Marinoli, Bernd Schnee
und Herbert Macjik.
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TAZ - Montag 28.
August 2000
Renaissance der Murmel
Ein altes Kinderspiel kehrt wieder:
Sächsische Snippers, südwestdeutsche Klickerkünstler und Köstritzer
Schwarzmurmler wetteifern um die Titel bei den 5. Deutschen
Murmel-Meisterschaften
aus Ludwigshafen
von GÜNTER ROHRBACHER-LIST
Andreas vom Rothenbarth von den Köstritzer
Schwarzmurmlern aus Erfurt ist Märchenerzähler. Die Geschichte, wie er
bei einem Urlaub in England zum Murmeln kam, ist aber kein Märchen. Ein
Jahr nach diesem einschneidenden Erlebnis machte sich der Thüringer
erneut auf in Richtung Insel und kam mit reichlich Sportgerät zurück,
nachdem er das Versprechen abgegeben hatte, beim nächsten Mal mit einer
Mannschaft anzureisen.
"Es waren drei", sagt der 43-Jährige mit
berechtigten Stolz, denn wie im Westen Deutschlands war auch in der DDR
das Spiel mit den Murmeln oder Klickern, wie man im Süden sagt, tot. In
den 60er-Jahren wurden die letzten Schulhöfe gepflastert, immer mehr Straßen
gebaut, so dass kein Platz mehr war für eine Kuhle. Der Asphalt hatte das
Murmelspiel zur Strecke gebracht. Erst in den frühen 90er-Jahren begannen
Grundschulkinder, wieder Murmeln zu sammeln, aber nicht zum Spielen,
sondern zum Anschauen und zum Tauschen.
1996 veranstalteten die Köstritzer die ersten
Deutschen Meisterschaften, derweil in Ludwigshafen-Friesenheim ein paar
ahnungslose Klickerspieler noch glaubten, sie seien die einzigen weit und
breit, die dieser Disziplin frönten. Es war ein Reporter des Südwestfunks,
der die pfälzische Idylle jäh zerstörte, als er bei Rüdiger Müller,
dem Ludwigshafener Chefmurmler, anfragte, ob denn die Friesenheimer auch
bei diesen Meisterschaften starten würden. Die Drähte glühten daraufhin
und zum Erstaunen aller stellte sich heraus, dass es nicht nur in den
neuen Bundesländern, sondern auch hoch im Norden von Rheinland-Pfalz, in
Kirchen, seit 1972 einen Klickerverein gab.
Flugs reiste man hin, sah sich um, schmiedete nach
der Rückkehr kühne Pläne, und schon im August 1999 konnte das
Murmelstadion im Friesenheimer Friesenpark eingeweiht werden - dort, wo früher
ein Friedhof war, der alle falsch platzierten Bomben im Zweiten Weltkrieg
abbekam, die eigentlich der BASF galten. Nach dem Krieg war das Areal
wegen der vielen Bombentrichter nicht mehr als letzte Ruhestätte
geeignet.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der 5.
Deutschen Murmel-Meisterschaft aus Ost und West scherten sich nicht um
diese Vergangenheit, sondern widmeten sich sofort ihrem Vergnügen, dem
Spiel mit der Murmel und dem regelmäßigen Schluck aus dem Bierseidel.
Obwohl es ziemlich heiß war, blieb die Konzentration trotz immensen
Konsums schwarzer und heller Gerstensäfte gewahrt. Und die Regeln sind
zumindest beim deutschen Lochspiel ja auch einfach: Spieler gegen Spieler
mit je drei Murmeln in Richtung Kuhle, ganz wie früher auf dem Schulhof.
Und immer muss der Wille zum Einlochen erkennbar sein.
Das Englische Ringspiel, das die Sachsen und Thüringer
von den Europameisterschaften aus Tinsley Green/West Sussex mitbrachten,
ist da schon komplizierter. 49 Murmeln werden auf einer runden, mit
feinstem Sand leicht bestreuten Scheibe aus Beton platziert, und das Team,
das zuerst 25 Murmeln von der Platte gejagt hat, darf jubeln.
In Ludwigshafen-Friesenheim jubelten beim Ringspiel,
wie Andreas vom Rothenfels vorausgesagt hatte, die Saxonia Globe Snippers
aus Chemnitz, die am Abend zuvor, frustriert vom 1:2 des Chemnitzer FC im
DFB-Pokal beim KSC, aus Karlsruhe angereist waren. Alexander Hildebrandt
(17) war der große Sieger bei den Sachsen, denn der junge Mann mit den grün
gefärbten Haaren wurde sowohl Mannschaftsmeister mit 25:21 Murmeln als
auch Einzelmeister. 24 Murmeln knipste er von der Platte, ohne dass seine
Schussmurmel, der Tolley, auch nur ein Mal das Rund verlassen hätte. Eine
schob er nach, der Rest der Spieler war ohne Chance. Warum er das Spiel
mit der Murmel betreibt und nicht im Strandbad liegt? "Weil ich hier
Leute treffe, denen das Murmeln genau so viel Spaß macht wie mir!"
Dabei tobt zwischen den Saxonia Globe Snippers, die
sich grün in ihren Landesfarben anmalen, eine Fahne schwingen und es
manchmal mit dem Support etwas übertreiben, und den Köstritzer
Schwarzmurmlern aus dem Nachbarbundesland eine massive Rivalität am
Betonkreis. Kleinere Sticheleien sind an der Tagesordnung. Doch man
respektiert einander. "Die Chemnitzer waren früher in England als
wir, die sind im Spiel besser", sprach der Märchenerzähler aus
Erfurt die Wahrheit.
Überhaupt kein Favorit war das Team des 1. Kirchener
Klickervereins mit den "Veteranen" Heinz Kipping, Martin Jährig,
Annette Strehlow und Roswitha Schäfer. Sie setzten sich jedoch, weil sie
konzentriert und diszipliniert, trotzdem locker drauf waren, überraschend
gegen die jugendliche Konkurrenz des 1. MSC Schmiede Friesenheim, wo sogar
eine Neunjährige antrat, durch und sangen ("Klickersport, der macht
viel Spaß!") anschließend frohe Lieder aus dem Westerwald.
Und irgendwie war ihr Sieg auch gerecht. Denn
Roswitha Schäfer hatte ihrem Mann Werner das schönste Murmelsäckchen
des gesamten Friesenparks genäht, ganz in rot mit weißen Klickern drauf.
Dass es zehn Jahre alt ist, sah man ihm schon an, und dass es viel(e)
Murmel-Geschichte(n) erlebt hat, auch.
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Trierischer
Volksfreund vom 28. August
Meister im Murmelspiel
LUDWIGSHAFEN (lrs) Der
Chemnitzer Verein "Saxonia Globe Snippers" ist neuer Deutscher
Meister im Murmelspiel geworden. Bei den 5. Deutschen Meisterschaften in
Ludwigshafen gewann der Verein den Titel in der Disziplin "Englisches
Ringspiel" bereits zum zweiten Mal, wie der Organisator der
Meisterschaften, Rüdiger Müller, am Sonntag mitteilte.
Den Meistertitel in der Disziplin "Deutsches Lochklickern" habe
der Ludwigshafener Verein "Schmiede" an den 1. Kirchener
Klickerverein aus Kirchen an der Sieg (Westerwald) abgeben müssen. Beim
"Lochklickern" versuchen die Mannschaften, möglichst viele
Kugeln in ein Loch zu befördern. Der Ludwigshafener Club und Gastgeber
der Veranstaltung schied im Finale gegen den Kirchener Murmelverein aus
und wurde Vizemeister.
Bei den 5. Deutschen Murmelmeisterschaften waren am Wochenende sieben
Vereinsmannschaften in Ludwigshafen-Friesenheim gegeneinander angetreten.
Der Sieger kann an den inoffiziellen Weltmeisterschaften in England
teilnehmen.
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Mannheimer
Morgen
Riesenspaß
beim perfekten "Klickern"
Deutsche Murmelmeisterschaften auf der Anlage am Eingang des
Friesenparks
Von
unserem Mitarbeiter Ulli Heidelberger
Die meisten von uns kennen es oder waren als Kinder
selbst davon begeistert: das Murmelspiel oder Klickerles, wie es
hierzulande genannt wird. Jetzt wurden in Ludwigshafen die deutschen
Murmelmeisterschaften ausgetragen, ein bemerkenswertes Ereignis also.
Es
dürfte nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eines der ältesten Spiele
der Welt sein. Auch heute noch, in Zeiten von Sega und Nintendo, wird fleißig
mit Murmeln gespielt. Nicht nur Mädchen und Buben haben Spaß daran, auch
immer mehr Erwachsene versuchen sich diese Freude ihrer Kindheit zurückzuholen.
Und dafür entstehen immer mehr Vereine. Der älteste ist 28 Jahre alt;
der Friesenheimer "1. MSC Schmiede" wurde 1897 gegründet und
ist inzwischen auf 145 Mitglieder angewachsen. Vor einem Jahr wurde im
Friesenpark (Eingang Sternstraße) ein "Murmelstadion"
errichtet. Jetzt liefen dort die fünften deutschen Murmelmeisterschaften.
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Bild: Meinberg
Wer meisterhaft mit Klickern spielt, der braucht
volle Konzentration
Trotzdem macht dieses Spiel natürlich auch viel Freude
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Neben dem
Gastgeber nahmen daran Mannschaften von sieben weiteren Vereinen teil.
Gespielt wurde in Vierer- und Sechsermannschaften in zwei Disziplinen, dem
deutschen Lochspiel und englischen Ringspiel. An zwei Aschebahnen von zwei
mal sechs Metern wurde geklickert, so wie man das noch von früher kennt.
Das Loch wird "angeworfen", wer am nächsten dran ist, darf
anfangen. Die Mannschaft, welche die letzte Murmel einlocht, hat gewonnen.
Die Techniken dafür sind altbekannt, nämlich einfaches Schnippen oder
Schubsen mit dem Zeigefinger.
Schwieriger
ist dagegen das englische Ringspiel. Hier mussten die Spieler mit einer
"Schussmurmel" insgesamt 49 kleinere Klicker von
Beton-Rundplatten von etwa 180 Zentimeter Durchmesser runter schießen.
Bleibt die Schussmurmel auf der Platte, darf man weiter machen, außer man
hat keine der kleineren Murmeln rausgeschossen. In dem Fall können sich
die Spieler höchstens noch freikaufen – und zwar mit einer Murmel.
Die Technik für diese
Spielart ist ausgefeilter als beim einfachen Lochspiel. Die Schussmurmel
wird mit dem Zeigefinger in der Hand gehalten und mit dem Daumen kraftvoll
raus geschnippt. Die Engländer nennen das "knockling down"
(runter stoßen). Beim Ringspiel wurde auch der Einzelmeister ermittelt.
Als Rahmenprogramm zu den Deutschen Meisterschaften gab es auch ein
Preismurmeln für Jedermann, den "Friesenheimer Fünfkampf" in
Form von fünf verschiedenen Tischmurmelspielen. Hier galt es, Felder mit
hoher Punktzahl zu treffen. Den zusammen rund 200 Teilnehmern und
Zuschauern der Meisterschaft sowie den Fünfkämpfern war eines immer
anzusehen: Das Murmelspiel macht Riesenspaß! Dementsprechend wurden die
"Murmelathleten" auch angefeuert und bejubelt. "Der Wille
zum Sieg ist da", erklärte der MSC-Vorsitzende Rüdiger Müller. Das
eigentlich Faszinierende am Murmelspiel sei, dass man - egal wo -
innerhalb kurzer Zeit eine Spielfläche schaffen kann. "Mit dem
Schuhabsatz wird eine Kuhle in den Erdboden getreten, dann einigt man sich
auf Spielregeln, die man jederzeit auch wieder abändern kann, und schon
geht's los", so Müller. Dabei betonte er aber auch, dass der
Deutsche Murmelrat als Dachverband aller Vereine um die Anerkennung des
Murmelspiels als Sportart und die Aufnahme in den Deutschen Sportbund kämpft.
Deutscher
Meister im Ringspiel wurden die Saxonia Globe Snippers aus Chemnitz,
Einzelsieger Alex Hildebrandt von ebenda. Beim deutschen Lochspiel siegte
der Kirchener Klickerverein, hier wurde der Veranstalter Vizemeister.
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Schwetzinger
Zeitung
Riesenspaß beim Klickern
In Ludwigshafen gingen die 5. deutschen
Murmelmeisterschaften über die Bühne. Alle Teilnehmer hatten sichtlich
einen Riesenspaß an diesem Spiel, in einer Disziplin siegte eine
Mannschaft aus Dresden, in der zweiten der Kirchener Klickerverein.
Ausrichter war der „MSC Schmiede“, deren Chef Rüdiger Müller mit dem
Deutschen Murmelrat um die Anerkennung des Klickerns als Sportart kämpft.
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Mehr als ein Kinderspiel
In England wurden über Ostern wieder Murmel-Weltmeister ermittelt
Deutsche wollen an Spitze / MeckPom und Brandenburg weiße Flecken
Diesmal sollte alles anders werden: Die "Saxonia Globe
Snippers" aus Chemnitz haben mit Videomitschnitten vom Vorjahr und
auf Kosten blutiger Fingerknöchel die erfolgreiche Spielweise der
US-Amerikaner kopiert, die "Köstritzer Schwarzmurmler" aus
Erfurt haben es mit der englischen Schusstechnik versucht, und die
Ludwigshafener Schmiede-Murmler um Rüdiger Müller kreierten eine eigene
Variante des Kugelschnippens.
Genützt hat's nichts. Alle drei deutschen Mannschaften mussten bei den
"70. Britischen und Weltmeisterschaften" im Ringmurmeln,
traditionell zu Ostern im britischen Tinsley Green (Sussex) abgehalten, im
Viertelfinale die Segel streichen. Die alte englische Murmelschule mit
mehr als 100-jähriger Tradition war nicht zu toppen, die Crawley 49ers
sicherten sich die Mannschafts-Weltmeisterschaft, Mark Parson von den
Johnson Jets und Alison Ray (49ers) die Einzel-Titel.
Die Rede ist nicht von irgendeinem Kinderspiel, sondern vom Wettkampf
erwachsener Männer und Frauen nach alten wie strengen Regeln. 49 Murmeln
befinden sich auf einen Betonring, zwei Mannschaften zu je sechs Spielern
versuchen abwechselnd, diese mittels einer Schussmurmel vom Feld zu
schmettern. "6 aus 49" sind ein Meisterschuss, den nur britische
Profis beherrschen, die deutschen Teams freuen sich über jeden
Einzeltreffer. "Aber immerhin sind wir gegen den späteren
Weltmeister rausgeflogen", sagt Randolf Hildebrandt (Chemnitz),
Sprecher des Deutschen Murmelrats, "und sahen gar nicht so schlecht
aus." Sein Neffe Stefan, der im Thüringer Team murmelt, verfehlte
sogar nur knapp eine kleine Sensation: Als Vierter im Einzelspiel
schnippte sich der Schwarzmurmler knapp an einer Medaille vorbei.
"Zunächst werden wir breitere Basis schaffen"
Doch Deutschlands Turniermurmler, die gerade auf eine 29-jährige
Tradition zurückblicken (1972 wurde in Kirchen an der Sieg der erste
Murmelklub gegründet) und erst seit 1996 Meisterschaften austragen, haben
den Briten den Kampf angesagt. "So schnell lassen wir uns nicht
kleinkriegen", sagt Andreas vom Rothenbarth (Erfurt), der schon
sechsjährige WM-Erfahrung hat, "zunächst werden wir uns eine
breitere Basis schaffen." Plattform dafür sollen die 6. Deutschen
Meisterschaften am 1. September in Erfurt sein. Was allerdings den
Nordosten angeht - da sind Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (noch)
weiße Flecken auf der Murmel-Landkarte. Bis Sachsen-Anhalt immerhin habe
sich das Spiel bereits ausgebreitet, da sei es bis zur Ostseeküste auch
nur noch eine Frage der Zeit - Interessenten jedenfalls empfange man
jederzeit mit offenen Armen.
"Neben dem Ringspiel für die Profis werden wir auch volkstümliche
Wettbewerbe, wie das beliebte Kuhlespiel, anbieten", verspricht der
Thüringer Murmel-Guru, "besonders viele Angebote wird es für Kinder
geben. Murmeln ist billig und zudem von höherem sozialen Wert als alle
Gameboy- und Nintendospiele zusammen. Es schult Kollektivgeist, Geduld und
Geschicklichkeit." Zumindest Sachsens Kultusminister Matthias Rößler
hat er davon überzeugt. Dieser will 10000 Säckchen Murmeln kostenlos an
sächsischen Schulen verteilen lassen. Das gibt's nicht einmal in der
Welt-Murmel-Hochburg Sussex.
Matthias Opatz
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